Asiatische Schweinebrühe

In Asien allgegenwärtig, in Europa kaum zu finden – eine kräftige Brühe aus gekochten Schweineknochen.

Schweinefleisch macht über die Hälfte unseres jährlichen Fleischkonsums aus, jedoch eine Suppe aus Schweineknochen ist für die meisten von uns eher exotisch.

Dabei ist eine sorgfältig zubereitete Brühe aus Schweineknochen eine kräftige und trotzdem feine Alternative zu Rinder- oder Geflügelbrühen.

In der ostasiatischen Kultur, vor allem in China, waren Schweine schon immer die Basis des Haushalts und der Küche. Das chinesische Wort für Fleisch und Schwein ist dasselbe. Und da man es im Fernen Osten gewohnt war, ein Tier komplett zu verwerten – ein Trend, der erst langsam bei uns ankommt, wurden natürlich auch die Knochen zu einer leckeren Basis für Suppen und andere Gerichte verkocht.

Was benötigen wir für eine gute Schweinebrühe? Natürlich Knochen, und zwar am besten die Oberschenkelknochen, die das meiste Mark enthalten.

Am besten beim Metzger vorbestellen – das haben die wenigsten im ständigen Angebot – und gleich in 4 cm lange Stück sägen lassen.

Keine Angst vor eventuell anhängendem Fett, es gibt der Brühe einen kräftigeren Geschmack. Wenn man die Brühe über Nacht abkühlen lässt, kann man die Fettschicht problemlos entfernen, der Geschmack bleibt.

Wichtig ist es, die Brühe nie stark zu kochen, sondern immer nur leicht simmern zu lassen!

Sie verliert sonst ihre klare Farbe und wird trüb. Außerdem kocht man Brühen aus Rinder- und Schweineknochen immer im offenen Topf ohne Deckel. Dabei verflüchtigen sich unangenehme Gerüche und die Brühe schmeckt rein und klar.

Gewürzt wird die Brühe erst bei der späteren Verwendung nach Angabe des jeweiligen Rezepts, meist mit Salz, Fischsauce, Sojasauce und Kandiszucker

 

REZEPT FÜR SCHWEINEBRÜHE

  • 1,5 kg Schweineknochen am besten aus dem Oberschenkel, in 4 cm lange Stücke gesägt
  • 2 Stück Ingwer, daumengroß
  • 1 mittlere Zwiebel

Asiatische-Schweinebrühe-Zutaten

Die Knochen gründlich unter fließend lauwarmem Wasser waschen.

Anschließend in einem 10 l-Topf mit kaltem Wasser aufsetzen, sodass alles bedeckt ist. Auf höchster Stufe zum Kochen bringen und den aufsteigenden Schaum abschöpfen.

Sobald sich nach ca. 5 Minuten kein Schaum mehr bildet, den Topf abgießen, die Knochen gründlich unter fließendem Wasser reinigen, den Topf ebenfalls reinigen.

Alles zusammen mit 6 Litern kaltem Wasser auf höchster Stufe auf den Herd setzen.

Den Ingwer schälen und mit einem schweren Küchenmesser platt klopfen.

Die Zwiebel schälen und vierteln. Beides zur Brühe hinzugeben.

Nach dem Aufkochen die Hitze herunterdrehen, neu entstehenden Schaum weiterhin abschöpfen und die Brühe ungefähr 3-4 Stunden auf kleinster Stufe köcheln lassen.

Während des gesamten Kochvorgangs keinen Deckel aufsetzen, damit die entstehenden Gerüche sich verflüchtigen können.

Nach dem Ende der Kochzeit die Brühe durch ein feines Sieb oder ein Mulltuch seihen.

Über Nacht abkühlen lassen und am nächsten Morgen die sich oben ablagernde Fettschicht entfernen. Entweder gleich weiterverwenden oder portionsweise einfrieren.

Im Kühlschrank hält sich die Brühe 2-3 Tage. Sollte sie nicht mehr ganz frisch schmecken, kann man sie mit einem Stück frischem Ingwer aufkochen.

 

 

 

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