Kokos-Marmelade KAYA

In den britischen Haushalten Malaysias wurde natürlich ein klassisch englisches Frühstück mit unter anderem Toast und „Jam“, der bitteren Orangenmarmelade serviert. Die dort tätigen Hainanesen erfanden sehr kreativ einen Aufstrich für den warmen, gebutterten Toast und nannten ihn „Kaya“. Er besteht aus karamellisiertem Zucker, der mit dicker Kokosmilch eingekocht wird. Zum Schluss mischt man ein geschlagenes Ei unter, kocht alles noch einmal auf, bis die Masse stockt und püriert sie zu einem feinen Mus. Aromatisiert wird mit Pandanusblättern*.

Serviert wird „Kaya“ auf Toast zusammen mit einem weichgekochtem Ei, das mit Sojasauce und Pfeffer gewürzt wird und starkem schwarzen Kaffee.

Hier das Rezept:
200g Zucker
1 Dose 400ml Kokosmilch
3 Pandanus* Blätter, zu einem Knoten gebunden
5 Eier
1 ½ Esslöffel Maizena

Den Zucker in einem Topf mit dickem Boden schmelzen lassen, bis er braun karamellisiert. Vom Herd nehmen und die Kokosmilch hineingeben. Vorsicht, Spritzgefahr!

Wieder vorsichtig unter Rühren erhitzen, bis Karamell und Kokosmilch eine homogene Masse bilden. Die Pandanusblätter hinzugeben und vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Die Eier in einer Schüssel aufschlagen und gründlich mit einem Schneebesen schlagen, damit sie eine homogene Masse ergeben. Die Eimasse in die abgekühlte Kokos-Karamell-Mischung einrühren.

Unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Eimasse gerinnt, es können sich durchaus Klümpchen bilden.

Die Pandanusblätter herausnehmen, die Masse in einen Blitzmixer geben und zu einer geschmeidigen Paste mixen.

In Gläser abgefüllt hält sich Kaya bis zu einer Woche im Kühlschrank.

 

*Pandanusblätter nennt man die Blätter der Schraubenpalme. Sie werden in ganz Südostasien zum Aromatisieren von Süßspeisen, aber auch von Reisgerichten verwendet. Man bekommt sie in gutsortierten Asia-Märkten. Sie hält sich einige Wochen im Kühlschrank.

 

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