Kokosmilch selbst machen

Kokosmilch selber machen ist einfacher als man denkt und sie schmeckt viel feiner als die gekaufte!

Kokosmilch ist für viele Curries und Desserts unverzichtbar. In Asia-Läden aber auch in Supermärkten bekommt man fertige Kokosmilch verschiedener Marken. Gemeinsam ist aber allen, das sie meist Emulgator enthalten, um das Absetzen des Fettanteils der Milch zu verhindern. Zum Anbraten einer Curry-Paste braucht man aber gerade diesen dickflüssigen, manchmal sogar festen Fettanteil. Oft sind die Fertigprodukte auch noch eingekocht – konzentriert – und zusätzlich gesüsst, was speziell Curries zu einer ziemlich süßen und fettigen Angelegenheit werden lassen kann.

Also bleibt nur Selbermachen. Dazu brauchen wir:

– 1 Kokosnuss (beim Kauf durch Schütteln feststellen, ob sich genug Wasser in der Nuss befindet. Je mehr umso frischer ist die Nuss)
– ein schweres Küchenmesser oder Küchenbeil
– eine Schüssel
– idealerweise einen Kokosraspler, wie er in indischen Supermärkten oder im Internet zu kaufen ist.

Kokosmilch selbst machen 1

Die Kokosnuss locker in die linke Hand legen (bei Rechtshändern!) und mit dem Messer entlang des „Äquators“ eine Kerbe schlagen. Locker schlagen und dabei die Nuss mit der linken Hand immer weiter drehen. Es kann sein, dass man mehrere „Umrundungen“ braucht, bis sich ein feiner Riss in der Kokosnuss zeigt.

Kokosnuss 21500

Weiter schlagen, bis der Riss größer wird. Jetzt beginnt das Kokoswasser herauszulaufen, daher die untergestellte Schüssel. Wenn  man mit der Klinge in den Spalt hineinfahren kann, vorsichtig die beiden Hälften auseinander brechen. Nicht zu stark drücken, lieber noch weiter mit dem Messer schlagen.

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Jetzt tritt der Kokosraspler in Aktion: Auf einer glatten Arbeitsfläche mit dem Saugfuß befestigen. Eine Schale davorstellen und mit der Reibe in einer Kokoshälfte beginnen, das Fleisch zu raspeln. Am Anfang die Kokosnuss nicht zu stark an die Reibe pressen, man braucht eine Weile bis man ein Gefühl dafür bekommt. Beide Hälften raspeln.

Alternativ kann man auch die Schalen mit einem Hammer zerschlagen, das Fruchtfleisch auslösen, in Stücke brechen, diese mit einem Sparschäler von der braunen Haut befreien und dann raspeln. Die andere Methode ist allerdings viel eleganter.

Kokosnussraspel 11500

Die Kokosraspeln in eine temperaturbeständige Schale geben und mit der gleichen Menge kochend heißem Wasser auffüllen. Mit einer Gabel gut durchrühren und 2-3 Minuten gehen lassen. Jetzt entweder durch ein feines Sieb oder ein Mulltuch pressen und die Milch auffangen. Dabei fest mit einem Stampfer drücken bzw. das Mulltuch zusammendrehen und gut ausdrücken.

Die Milch in eine Flasche füllen, nach einiger Zeit setzt sich die fette Sahne oben ab und unten bleibt die – fast – klare Milch. Die Sahne kann man jetzt zum Anbraten von Curry-Pasten verwenden und mit der Milch dann auffüllen. Der feine Geschmack des Curries macht den Aufwand in jedem Fall wieder wett.

Die Kokosschalen kann man übrigens einfach im Freien trocknen, mit einem Hammer zerschlagen und zum Grillen verwenden. Gibt ein leckeres Kokosaroma.

Den Kokostrester kann man kompostieren, er schmeckt nach nichts.

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