Shan-Tofu aus Myanmar

Shan-Tofu ist eine Besonderheit, die es nur im Ostteil Myanmars, dem sogenannten Shan-State gibt. Er wird nicht wie der chinesische Tofu aus Sojabohnen hergestellt. Stattdessen wird aus Kichererbsenmehl – auch Besan genannt – ein Brei, ähnlich der italienischen Polenta gekocht, der anschließend zu einer festen Masse auskühlt, die sich schneiden lässt. Man kann Shan-Tofu frisch essen oder auch gebraten. In jedem Fall ist er eine interessante und vor allem schmackhafte Bereicherung eines vegetarischen Speiseplans.

Das Verhältnis Kichererbsenmehl zu Wasser sollte immer 1:6 betragen.

Wichtig ist das lange und gleichmäßige Rühren, damit das Mehl schön aufgeht – wie bei der Polenta.

Hier das Rezept zur Herstellung:

ZUTATEN

200g (2 Tassen) Kichererbsenmehl
Salz
1 Messerspitze Kurkumapulver
Speiseöl
2 rechteckige Glasschalen mit ca. 15x20cm Grundfläche

ZUBEREITUNG

Das Kichererbsenmehl zusammen mit 1 Esslöffel Salz und dem Kurkumapulver in eine mittelgroße Schüssel geben. 0,4 l oder 2 Tassen Wasser nach und nach zugeben, dabei kräftig mit einem Schneebesen rühren, damit sich alle Klümpchen auflösen. Am einfachsten mit dem elektrischen Schneebesen so lange rühren bis sich alles gelöst hat. Falls sich immer noch Klümpchen im Teig befinden, kann man ihn auch durch ein Sieb streichen. Den Teig 2 Stunden stehen lassen, anschließend nochmals durchrühren.

Die Innenseiten der beiden Glasschalen mit dem Speiseöl gründlich einölen und neben den Herd stellen.

(Falls man den Tofu fester haben möchte, die Glasschalen statt einzuölen, mit einem sauberen Küchenhandtuch auslegen. So kann das Handtuch überschüssiges Wasser aufnehmen und der Tofu wird fester.)

In einem Topf mit dickem Boden 0,8l oder 4 Tassen Wasser zum Kochen bringen, anschließend auf mittlerer Hitze simmern lassen.

Den Teig nach und nach einrühren. Mit einem Holzspatel oder Schneebesen die Masse auf dem Herd gleichmäßig rühren. Sie wird jetzt nach und nach dicker. 10-15 Minuten kontinuierlich in einer Richtung rühren ohne zu Unterbrechen, die Masse kann sonst anfangen zu blubbern und zu spritzen. Verbrennungsgefahr! Eventuell die Hitze etwas herunterdrehen.

Wenn die Masse beginnt gleichmäßig dick zu werden und an der Oberfläche seidig glänzt, sofort in die geölten Schalen giessen und durch Rütteln gleichmässig verteilen.

Abkühlen lassen, anschließend abgedeckt im Kühlschrank mindestens 4 Stunden fest werden lassen. Danach ist der Shan-Tofu ziemlich schnittfest und kann zu Shan-Tofu-Salat weiterverarbeitet werden.

Man kann ihn auch gut braten. Dazu schneidet man ihn in 2cm hohe Stücke, erhitzt in einer beschichteten Pfanne 1cm hoch eingefülltes Frittieröl und frittiert ihn bei mittlerer Hitze von beiden Seiten. Dabei vorsichtig wenden. Mit Chilisauce servieren.

 

 

 

 

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