Vogelaugen-Chili

Diese kleinen roten oder grünen Früchte sind für den Ungeübten ziemlich gefährlich, da äußerst scharf. Wie alle Chilisorten ursprünglich aus Südamerika stammend, wurden sie im 16. Jahrhundert von Portugiesen und Spaniern nach Südostasien gebracht.

Die Schärfe wird durch das Alkaloid Capsaicin ausgelöst, das nur ein Hitze- und Schmerzempfinden im Mund auslöst, aber nicht wie oft behauptet, den Geschmack „abtötet“.
Für den untrainierten Gaumen sind Chilis allerdings eine Herausforderung und lenken natürlich vom eigentlich Geschmack einer Speise erst einmal ab, wer sich aber nach und nach an die Schärfe gewöhnt – man kann es antrainieren – will es nicht mehr missen und vertieft und vervollständigt das Geschmackserlebnis.
Gesund ist es in jedem Fall, da Chilis keimtötend wirken, Vitamin C enthalten und die Durchblutung des Magens anregen.
Im Unterschied zur thailändischen wird in der vietnamesischen Küche Chili selten beim Kochen hinzugefügt, sondern im Ganzen als Beilage zum Essen gereicht. Man zerkleinert sie dann mit einem Metalllöffel oder den Stäbchen und fügt sie nach Geschmack dem Essen zu.
Auch in Myanmar sind frische Chilis sind weit verbreitet. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Schärfegraden. Die kleinen Vogelaugenchilis genannt kala aw thi sind höllisch scharf, weiter verbreitet sind aber die etwas milderen Cayenne-Chilis die es auch als rote und grüne Variante gibt. Man verwendet die grünen im Ganzen für die scharfen Curries im westlichen Rakhine Staat in dem auch Ngapali liegt. Geschmacklich gibt es zwischen roten und grünen keinen Unterschied, die roten werden nur später, wenn sie reifer sind geerntet.

Grüne Chili

Bei der Verarbeitung am besten Handschuhe tragen, die – besonders scharfen – Kerne entfernen und anschliessend das Schneidebrett und die Hände gründlich waschen.
Ersatzweise können auch die vielfach erhältlichen, weniger scharfen, großen Chilis verwendet werden.

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